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Nebenkosten­abrechnungscheck

Es ist mal wieder soweit – die Nebenkostenabrechnung liegt auf dem Tisch und Sie fragen sich „Muss ich das wirklich alles zahlen?“. Mit dem Besser Mieten Nebenkostencheck haben Sie die Möglichkeit Ihre Nebenkostenabrechnung in fünf einfachen Schritten zu prüfen und fehlerhaft umgelegte Kosten aufzudecken.

  1. Schritt 1
  2. Schritt 2
  3. Schritt 3
  4. Schritt 4
  5. Schritt 5
  6. Schritt 6

Angaben auf Vollständigkeit prüfen

Welche der folgenden Angaben sind in Ihrer Nebenkostenabrechnung enthalten?

Frist und Abrechnungszeitraum prüfen

Wann haben Sie die Nebenkostenabrechnung erhalten?
Auf welchen Zeitraum bezieht sich die Nebenkostenabrechnung?

Welche Nebenkosten wurden abgerechnet?

Welche Kosten sind in Ihrer Nebenkostenabrechnung aufgeführt?

Abgerechnete Heizkosten prüfen

Wie viel Prozent der tatsächlich verbrauchten Heizkosten wurden abgerechnet?

Nebenkosten auf Wirtschaftlichkeit prüfen

Haben Sie den Eindruck, dass die aufgeführten Nebenkosten unverhältnismäßig hoch ausfallen, z. B. im Vergleich zum Vorjahr?

Auswertung

Angaben auf Vollständigkeit prüfen

Folgende Angaben müssen in einer Betriebskostenabrechnung enthalten sein, damit sie gemäß § 259 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) formell korrekt ist:

  • Auflistung der Gesamtkosten
  • Angabe und Erläuterung des Verteilerschlüssels
  • berechneter Anteil des Mieters
  • Angabe über mögliche Betriebskostenvorauszahlungen

Mit Hilfe dieser Angaben können Sie ihre Nebenkostenabrechnung überprüfen und Ihren Anteil nachvollziehen. Sollte eine dieser Angaben fehlen oder fehlerhaft sein, ist die Nebenkostenabrechnung unwirksam. Sollte dies der Fall sein, hat der Vermieter innerhalb der Abrechnungsfrist zwölf Monate Zeit, die Formfehler zu berichtigen. Versäumt er diese Frist, erlischt sein Anspruch auf mögliche Nachzahlungen.

Fristen prüfen

Gemäß § 556 Abs. 3 BGB ist der Vermieter dazu verpflichtet, Ihnen die Jahresabrechnung innerhalb von zwölf Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums zuzustellen. Dabei ist das Datum, an dem Sie die Nebenkostenabrechnung erhalten entscheidend. Sollte dieser Stichtag verpasst werden, sind Ansprüche auf möglich Nachzahlungen seitens des Vermieters vergolten.

Forderungen auf Nachzahlungen sind jedoch, unabhängig von der Frist, gültig wenn der Vermieter abhängig von einer anderen Rechnungsstelle war, etwa, wenn der Stromanbieter erst nach Verstreichen der Zwölfmonatsfrist die Stromkosten in Rechnung stellt.

Abrechnungs­zeitraum prüfen

Gemäß § 556, Abs. 3 BGB muss eine Nebenkostenabrechnung einen Zeitraum von zwölf Monaten umfassen, um gültig zu sein. Ansonsten handelt es sich um einen Formfehler, der die Nebenkostenabrechnung ungültig macht.

Abgerechnete Nebenkosten prüfen

Um sicher zu gehen, welche Nebenkosten mit Ihrem Vermieter vereinbart wurden, schauen Sie am besten in Ihrem Mietvertrag nach. Steht dort, dass Sie „die Betriebskosten“ oder „sämtliche Betriebskosten“ tragen, sind alle gängigen Nebenkosten, gemäß Betriebskostenverordnung (BetrKV) umlagefähig (BGH, Az.: VIII ZR 137/15).

Abgerechnete Heizkosten prüfen

Die abgerechneten Heizkosten müssen mindestens 50% und höchstens 70% betragen damit die Nebenkostenabrechnung Gültigkeit hat. In schlecht gedämmten Häusern beträgt diese Zahl in der Regel 70%. Die übrigen Heizkosten werden gemäß §7 HeizkostenV nach der individuellen Wohnfläche verteilt. Sollte sich Ihr Vermieter nicht daran halten, sind Sie berechtigt, die Heizkosten um 15% zu kürzen (HeizkostenV §12).

Nebenkosten auf Wirtschaftlichkeit prüfen

Sollten Sie das Gefühl haben, dass die Nebenkosten nicht gemäß § 556 Abs. 3 BGB nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip entstanden sind, liegt es an Ihnen, dies nachzuweisen. In diesem Fall sollten Sie ein Konkurrenzangebot für die abgerechnete Leistung einholen und dieses als Nachweis vorlegen.

Hinweis: Alle Angaben sind ohne Gewähr. Die Informationen in diesem Check wurden sorgfältig recherchiert. Trotzdem kann keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernommen werden.